Polycarbonat vs. Acrylglas in der Fassadenverglasung: Unterschiede auf einen Blick

Polycarbonat und Acrylglas werden im Sprachgebrauch häufig synonym verwendet – beide gehören zu den transparenten Kunststoffen und kommen in Tageslichtsystemen zum Einsatz. Technisch handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Materialien mit jeweils eigenen Stärken. Gerade bei der Fassadenverglasung lohnt sich der genaue Blick, denn die Materialwahl entscheidet über Schlagfestigkeit, Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten des gesamten Bauteils.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Schlagfestigkeit: Polycarbonat ist deutlich schlagzäher als Acrylglas und bricht auch bei starker Belastung nicht splitternd – ein Vorteil für großflächige, frei bewitterte Fassadenflächen.
  • Optik und Lichtdurchlässigkeit: Acrylglas gilt als besonders klar und glänzend, verkratzt dabei aber leichter. Polycarbonat ist etwas weniger glasklar, dafür robuster gegenüber mechanischer Beanspruchung.
  • Verarbeitung: Polycarbonat lässt sich zu mehrkammerigen Stegplatten mit integrierter Wärmedämmung verarbeiten, wie sie für großflächige Fassaden gefragt sind. Acrylglas kommt eher als kompaktes, massives Bauteil zum Einsatz.

Polycarbonat: robust, leicht, wetterfest

Polycarbonat (PC) ist ein thermoplastischer Hochleistungskunststoff mit sehr hoher Schlagfestigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht. Aufgrund seiner Zähigkeit lässt es sich zudem gut zu Stegplatten mit mehreren Kammern verarbeiten, die zusätzlich wärmedämmend wirken. Aus diesem Grund fertigt Börner seine Fassadenverglasungen grundsätzlich aus Polycarbonat: Das System RODECA nutzt Polycarbonat-Stegplatten in Nut- und Feder-Bauweise für großflächige, absolut ebene und witterungsbeständige Fassaden. Wie diese Polycarbonat-Fassaden im Detail aufgebaut sind, zeigt die entsprechende Produktseite.

Acrylglas: brillante Optik für andere Bauteile

Acrylglas (PMMA) punktet vor allem mit seiner hohen optischen Güte: Es ist besonders klar, glänzend und dabei nur rund halb so schwer wie Fensterglas. Allerdings ist es spröder als Polycarbonat und verkratzt leichter. Bei Börner kommt Acrylglas deshalb nicht in der Fassadenverglasung zum Einsatz, sondern dort, wo seine optischen Eigenschaften und die geringere mechanische Dauerbelastung im Vordergrund stehen – etwa bei Lichtkuppeln, Lichtbändern und Flachdachfenstern.

Warum die Börner-Fassade auf Polycarbonat statt Acrylglas setzt

Eine Fassade ist über Jahrzehnte direkter Witterung, Windlast und mechanischer Beanspruchung ausgesetzt – Eigenschaften, bei denen Polycarbonat dem Acrylglas klar überlegen ist. Gleichzeitig lassen sich aus Polycarbonat mehrkammerige Stegplatten fertigen, die zusätzlich zur Schlagfestigkeit auch eine gute Wärmedämmung liefern. Acrylglas bleibt dagegen die richtige Wahl, wenn es um klar geformte, kompakte Bauteile mit besonders hoher optischer Güte geht, wie sie bei Lichtkuppeln oder Flachdachfenstern gefragt sind.

Fazit

Polycarbonat und Acrylglas sind keine austauschbaren Materialien, sondern ergänzen sich je nach Anforderung: Polycarbonat für schlagfeste, wärmedämmende Fassadenflächen – Acrylglas für optisch besonders hochwertige Tageslichtelemente. Welches Material für Ihr konkretes Bauvorhaben die richtige Wahl ist, hängt von Statik, Einsatzbereich und gewünschter Optik ab.

Sie planen eine Fassade oder ein anderes Bauteil aus Kunststoff und sind sich beim Material unsicher? Unser Team berät Sie gern zur passenden Lösung für Ihr Projekt.

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Weitere Informationen finden Sie in der Produktübersicht Fassadenverglasung sowie zu den Polycarbonat-Fassaden im Detail.

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